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Herr OA Dr. Niedermayr (Facharzt für Frauenheilkunde, Wien) hat einen sehr ausführlichen und erklärenden Bericht für Sie geschrieben. Zu finden im Bereich Frauenheilkunde- Brust. Brustkrebs ist nach den aktuellen Daten der Statistik Austria (Krebsregister und Tumorursachenstatistik) in Österreich mit circa 5000 Neuerkrankungen pro Jahr hierzulande das häufigste Krebsleiden der Frau - Tendenz derzeit gleichbleibend. Die Sterberaten sind erfreulicherweise rückläufig. Das theoretische Risiko einer Frau, irgendwann in ihrem Leben an Brustkrebs zu erkranken, beträgt über acht Prozent. Das höchste Risiko zu erkranken haben Frauen über 75 Jahre. Schon bei 45-55 jährigen zeigt sich ein Gipfel mit hohem Erkrankungsrisiko. Auch Männer können betroffen sein, allerdings sehr viel seltener ( unter 1% ! ).
Risikofaktoren sind, neben dem Lebensalter, vor allem familiäre Belastungen, wie z.B. Brustkrebs in der Verwandtschaft, Übergewicht, späte oder keine Schwangerschaften, eine frühe erste und eine späte letzte Regelblutung, eine Hormonersatztherapie und langjährige Einnahme der Anti-Babypille, die proliferative Mastopathie mit ungewöhnlichen Zellwucherungen (atypische Hyperplasie), eine zunächst gutartige Vermehrung der Drüsenläppchen und des Bindegewebes. Die Früherkennung durch intensive Selbstuntersuchung, regelmäßige Kontrollen beim Gynäkologen, sowie durch Mammographien in empfohlenen Intervallen haben eine äußerst wichtige Bedeutung. Je früher Brustkrebs erkannt wird, umso besser sind die Heilungschancen, umso geringer das Risiko daran zu sterben. Weitere Untersuchungen, um Brustkrebs festzustellen und die Diagnose zu sichern, sind - neben der Mammographie - Ultraschall, die Magnetresonanztomographie (MRT) und eine Biopsie (Gewebeprobeentnahme). Die Behandlung der Wahl ist die Operation, eventuell mit vorangehender Chemo- oder Anti-Hormontherapie zur Verkleinerung des Tumors. Soweit möglich, wird der brusterhaltenden Operation der Vorzug gegeben, in manchen Fällen lässt sich eine Amputation der Brust aber nicht vermeiden. Außerdem müssen - in den meisten Fällen- nur ein Lymphknoten aus der Achselhöhle („Wächter-Lymphknoten“) oder andere Lymphknotenstationen entnommen werden, um das (Zustandsbild) Stadium, und die Behandlung (Therapie) der Erkrankung zu bestimmen. Ultraschalluntersuchungen des Oberbauchs und eine Knochenszintigraphie (radioaktive Teilchen-Untersuchung) und Röntgen der Lunge klären die Frage, ob der Krebs bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet hat. Daneben ist die genaue Untersuchung des Tumorgewebes ( Histopathologie ) entweder bereits im Rahmen der Biopsie oder anhand des Operationsgewebes für die weitere Behandlung entscheidend - vor allem die Bestimmung der so genannten Hormon-Rezeptoren (Empfängereigenschaften an der Zelloberfläche) und des Her2/neu Status, einer ungünstigen Vermehrung eines Krebsgen-Bestandteiles. Die unterstützende Nach-Behandlung ( adjuvante Therapie ) besteht aus Strahlentherapie, Chemotherapie und/oder Hormonbehandlung sowie Nachsorgeuntersuchungen und sollte Möglichkeiten der ganzheitsmedizinischen Begleitung eröffnen. Sie wird individuell auf jede Patientin abgestimmt, abhängig vom Alter, der Empfindlichkeit des Tumors auf Hormone und vom Stadium der Erkrankung. zum ausführlichen Bericht |