| Wechselbeschwerden-Gewichtszunahme |
| Mittwoch, 9. November 2005 | |
Frage:Ich bin 49 Jahre alt und verzweifelt. Ständig nehme ich zu und ich habe jetzt schon Angst vor dem Alter. Dabei habe ich seit vielen Jahren weder meine Essgewohnheiten, noch meine körperliche Betätigung geändert. Antwort: Univ.-Doz. Dr. Franz WierraniDie Eierstöcke sind wesentliche Energieverbraucher Ihres Körpers. Drosseln sie in den Wechseljahren ihre Funktion, so kommt es damit zwangsläufig bei gleichen Ernährungsgewohnheiten zur Gewichtsvermehrung. Der einzige Lösungsweg aus dieser Misere bedeutet dann allerdings trotzdem eine Reduktion der zugeführten Kalorien. Am allerbesten geht man so vor, dass man sich bewusster ernährt (fettarm!) und zweimal wöchentlich für mindestens 14 Stunden fastet. Dabei darf aber keine einzige Kalorie dem Körper zugeführt werden. Wasser und ungezuckerte Tees dürfen und sollen aber reichlich konsumiert werden. Dann beginnen Enzymsysteme, die sonst für den Abbau und Abtransport von bei der Verdauung entstehenden Stoffwechselresten bereitgestellt werden, eine weitere Funktion verstärkt auszuüben. Unser genetischer Code (die Chromosomen) wird dabei „entpackt“, von alterungsbedingten Stoffwechselprodukten (größtenteils von Säureresten) gesäubert und anschliessend wieder frisch „verpackt“. Mit diesem 14-stündigen Fasten tragen Sie dann nicht nur zur Gewichtsreduktion bei, sondern „verjüngern“ auch noch Ihren Körper. Besonders wirkungsvoll zeigt sich dieses Vorgehen, wenn man zu Beginn des Fastens durch Sport oder Sauna den Stoffwechselumsatz erhöht. Freilich muss man während der ersten „Fastenzeiten“ aufkeimende, nächtliche Hungerattacken diszipliniert überstehen. Kurzfristig hilft dann Flüssigkeitszufuhr, den Magen zu füllen. Zusätzlich wird Sie Ihr Arzt über körpereigene, unschädliche Substanzen, die diesen Prozess unterstützen, aufklären und diese Substanzen bei Bedarf verschreiben. |