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Wechselbeschwerden-Knochenmasseverlust-Osteoporose Drucken
Sonntag, 23. Oktober 2005
Frage:

Ich leide fürchterlich unter Kreuzschmerzen wegen Osteoporose. Meine Hormone brauche ich mir gar nicht bestimmen zu lassen, weil ich weiß, dass ich schon im Wechsel bin. Hormone darf ich auch wegen meiner bis jetzt gutartigen Knoten in der Brust nicht einnehmen. Was kann ich tun?


Sinnlos ist die Bestimmung Ihrer Hormonwerte nicht, denn ihr Unterhautfettgewebe produziert auch nach den Wechseljahren noch Östrogen. Ab einer bestimmten Östrogenkonzentration besteht noch ein gewisser Schutz vor Osteoporose (Verringerung der Knochenmasse mit Knochenbruchgefährdung).

Es gibt auch „östrogenartige“ Medikamente, die vor Osteoporose schützen, Entartungen der Brustdrüse hinanhalten, und Wechselbeschwerden stark lindern. Allerdings werden die Kosten von der Krankenkasse nur dann übernommen, wenn Sie aus Krankheitsgründen kein anderes Östrogen einnehmen dürfen oder wenn Sie alle anderen Östrogen­substitutionsformen nicht vertragen. Ebenso werden von der Sozialversicherung die Kosten für Medikamente (Bisphosphonate), die sich an die mikroskopisch kleinen Knochenbälkchen „schmiegen“ und so den Knochen vor abbauenden Zellen schützen, nur in schwersten Fällen von Osteoporose übernommen.

Wenn Sie selbst Ihrer Osteporose gegensteuern wollen, so müssen Sie Untergewicht (wenig körpereigenes Östrogen !), Alkohol und Nikotingenuss meiden. Betreiben Sie Bewegung, weil Knochenbelastung zu neuerlichen Knochenaufbau führt und das unter hellem Tageslicht, damit Ihr Körper genügend Vitamin D (in Fischleberöl, Hering, Ölsardinen, Lachs, Eigelb) zum Knochenaufbau einlagern kann. Auch braucht der Knochen Kalzium (in Milchprodukten, Parmesan, Emmentaler) und Phosphor (in Fleisch, Wurst und vielen Nüssen) für seine Festigkeit.

Oxalsäure verhindert die Kalziumaufnahme im Darm und deshalb sollten Sie Produkte wie Spinat, Rhababer, Paradeiser, schwarzer Tee, Kakao und Schokolade meiden.

 
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